Geduldig

Gott bleibt auch dann geduldig, wenn wir bereits aufgegeben haben

Philipp war ein frommer und geduldiger Mönch. Er empfing bei sich gerne Gäste. Die Türen seines Hauses waren stets für Fremde offen. Eines Abends klopfte es an seiner Tür. Ein Wanderer bat ihn um Übernachtung. Der Mönch erwies, wie immer, Gastfreundschaft und bot dem Wanderer Essen vor dem Schlafen an. Dieser ließ sich nicht lange überreden und begann zu essen. Philipp beobachtete ihn kurz beim Essen und fragte ihn dann, warum er denn vor dem Essen Gott nicht für die Speise gedankt hätte. Der Fremde entgegnete, dass er es noch nie zuvor getan und es auch ferner nicht vorhätte.

FRAGE: Was meint ihr, ist weiter geschehen?

Der Mönch wurde über das Verhalten und die Antwort des Gastes zornig und wies ihm die Tür. Am selben Abend, als der Mönch betete, fragte Gott den Mönch, warum er denn den müden und hungrigen Gast weggeschickt hätte. Philipp entgegnete, dass er die Frechheit und den Undank des Gastes nicht dulden konnte, worauf Gott ihm sagte: „Ich dulde diesen Menschen bereits sechzig Jahre und du kannst ihn nicht einen Abend ertragen?!“[1]

Wir alle sind dem Mönch sehr ähnlich. Wir halten es nicht länger aus, wenn sich jemand über uns lustig macht. Wir werden sogar dann wütend, wenn andere Menschen nicht unsere Meinung teilen. Aber Gott ist anders! Er duldet Milliarden von Menschen über Jahrtausende:

„Der Herr verzögert seine Zusage nicht, wie manche das meinen. Im Gegenteil: Er hat Geduld mit euch, denn er will nicht, dass irgendjemand ins Verderben geht, sondern dass alle Gelegenheit haben, zu ihm umzukehren.“ (2. Petrus 3,9, NeÜ)

Gott wartet sogar geduldig darauf, dass jeder Mensch sich zu ihm wendet. Wenn es nach uns ginge, würden wir der Welt schon längst ein Ende bereiten, aber Gottes Geduld wird durch seine Liebe bestimmt und so wartet er.

GEBET: Lasst uns diesen Gott anbeten, der uns bis zu unserer Bekehrung geduldet hat und uns bis heute duldet! Dankt ihm für die Langmut gegenüber allen Menschen auf der Erde seit über Tausenden von Jahren!

[1] Gleichnis von der Seite epwr.ru

platziert von Sergey Sologub
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„Der Herr verzögert seine Zusage nicht, wie manche das meinen. Im Gegenteil: Er hat Geduld mit euch, denn er will nicht, dass irgendjemand ins Verderben geht, sondern dass alle Gelegenheit haben, zu ihm umzukehren.“ 2. Petrus 3,9, NeÜ
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